ZERSTÖRUNGSFREIE PRÜFUNG

GUTE QUALITÄT IST UNERLÄSSLICH

 

Heute gehört die „Zerstörungsfreie Prüfung“ (ZfP) zu den wichtigsten Methoden der Qualitätskontrolle im Herstellungsprozess und während der sicherheitstechnischen Anlagenüberwachung. Vergleichbar mit der medizinischen Diagnostik sollen verborgene Fehler in Bauteilen und Konstruktionen, vor und während des Betriebes, so rechtzeitig erkannt werden, dass unvorhergesehenes Versagen verhindert wird.

In fast allen Industriezweigen ist die ZfP zum unverzichtbaren Instrument für Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung geworden. Sie ist auch ein wichtiger Faktor zur Senkung der Kosten in Produktion und Betrieb.

Zur Vermeidung von Unfällen mit Gefährdung von Menschenleben und schweren Sach- und Umweltschäden werden Röntgenverfahren, Ultraschallmethoden, thermografische Verfahren, Lecksuchmethoden und optische, elektrische und magnetische Oberflächenverfahren für die ZfP eingesetzt.

ULTRASCHALLPRÜFUNG

Die Ultraschallprüfung ermöglicht die Ortung von Reflektoren in einem Werkstück.

Heute wird hauptsächlich das Impuls-Echo-Verfahren angewendet. Die Ultraschallprüfung ist vor allem dazu geeignet Fehler wie Risse und Bindefehler nachzuweisen.
Auf voluminöse Fehler wie Poren und Schlackeneinschlüsse spricht sie eher ungünstig an.

4-Kanal-Ultraschallgerät

mit Spezialsoftware für simultanes Benutzen von 2 AVG-Kurven
(AVG = Abstand – Verstärkung – Größe)

 

Digitales Ultraschallgerät

Wanddickenmessgerät

DURCHSTRAHLUNGSPRÜFUNG

Für die industrielle Durchstrahlprüfung werden die folgenden zwei Strahlenarten verwendet:

Röntgenstrahlen

◆ Sie werden von einer Röntgenröhre beim Aufprall von beschleunigten Elektroden auf eine Anode erzeugt

Gammastrahlen

◆ Sie entstehen beim spontanen Zerfall von Radionukliden

 

Die Röntgen- oder Durchstrahlungsprüfung dient der Überprüfung von Schweißnähten auf innere Ungänzen (z.B. Poren Lunker, Porenzellen etc.). Des weiteren lassen sich auch Form- und Lagetoleranzen von eingebauten Bauteilen ermitteln.

Röntgengenerator

mit Schaltkonsole
(250 kV, 5mA)

 

Röntgengenerator

Portable Gleichspannungsanlage
(150 kV, 20 mA)

 

Stationäre Gleichspannungsanlage

Industrieröhre (300 kV, 10 mA) bild108

GAMMA-RÜCKSTRAHL-PRÜFUNG

Durchstrahlprüfung mit Hilfe eines GAMMAMATS

Ein GAMMAMAT ist ein spezielles Gammagrafie-Gerät zur Durchstrahlungsprüfung von Rohreinschweißnähten.
Das Gerät wird direkt am Rohrboden auf die Naht gesetzt. Der Strahler wird in das Rohr gefahren und ermöglicht die Durchstrahlung der Schweißnaht von rückwärts durch die Belichtung spezieller Filmpakete, die an dem Gerät angebracht sind.

GAMMAMAT B3

Das Gerät ist mit max. 3 Curie Ir-192 beladbar, kann aber auch mit Ytterbium-169 oder anderen niederenergetischen Radionukliden (z.B. Cobalt-60, Caesium-137) beladen werden.

 

GAMMAMAT TI

Das Gerät ist mit 100 Curie Ir-192 beladbar.

 

MAGNETPULVERPRÜFUNG

Nur ferromagnetische Werkstoffe können einer Magnetpulverprüfung unterzogen werden.

Dabei wird das Werkstück in ein starkes Magnetfeld gebracht und gleichzeitig mit Magnetpulver bestäubt oder mit Magnetpulver, das in einer Trägerflüssigkeit aufgeschwemmt ist, übersprüht. Um oberflächennahe Fehlstellen nachzuweisen wird vor allem Wechselstrom verwendet. Anwendungsgebiete u.a. Schweißnahtprüfung, Guss- und Schmiedestücke.

Elektromagnet & Kreuzjoch

EINDRINGPRÜFUNG

Prüfen von Oberflächenfehlern

Die Eindringprüfung gehört zu den ältesten zerstörungsfreien Prüfverfahren und dient dem zuverlässigen Aufspüren von Oberflächenfehlern. Poröse Werkstoffe sind mit diesem Verfahren prüfbar.

Eindringverfahren

MIKROFOKUS-RADIOSKOPIE

Röntgen-mikroskopische zerstörungsfreie Werkstoffprüfung

Methode für die röntgen-mikroskopische zerstörungsfreie Werkstoffprüfung von elektronischen Bauelementen/Komponenten, Leiterplatten, Lötstellen, Multilayern, Kunststoffen, Keramik-Materialien, Leichtmetallen bis max. 60mm Materialdicke, sowie Stahl bis max. 16 mm Materialdicke.

Anlagensteuerung

Röntgenstrahler